Hey! đź‘‹
Dieses Handbuch erklärt simpel, wie wir arbeiten. Es gehört zu den wichtigsten Dingen, die wir je gemacht haben.
Wichtig vorweg: Bei WeMake gibt es keine einheitliche Toolpflicht. Jedes Teammitglied entscheidet selbst, welche Tools ein Problem lösen und genutzt werden. Was wir brauchen: Transparenz und Dokumentation von Entscheidungen – nicht eine bestimmte Software.
Wir stellen folgende Tools zur VerfĂĽgung:
Kommunikation & Produktivität:
- Google Workspace Business Plus (Email, Calendar, Drive, Docs, Meet)
- Superhuman Mail Business (für die, die Email-Produktivität maximieren wollen)
Development & Dokumentation:
- GitHub Enterprise (Code, Issues, Discussions, Wiki, Actions, Projects)
Infrastruktur & Security:
- Cloudflare Enterprise (Performance, Security, Reliability)
- 1Password Business (Secrets, Passwörter, sensitive Daten)
Design & Website:
- Framer Pro (Website, Prototyping, Design)
Kernprinzip: Entscheidungen müssen transparent und für alle zugänglich sein – das "Wie" ist flexibel.
Optionen fĂĽr Entscheidungsdokumentation:
-
GitHub Issues & Pull Requests (fĂĽr die, die damit arbeiten)
- Issues fĂĽr Diskussionen und Entscheidungen
- PRs für konkrete Änderungsvorschläge
- GitHub Discussions fĂĽr breitere Themen
-
Google Docs (fĂĽr Nicht-Technical-Members oder komplexere Entscheidungen)
- Shared Docs fĂĽr RFCs (Request for Comments)
- Kommentarfunktion fĂĽr Diskussion
- Link zum Doc wird in relevanten Channels geteilt
-
Ă–ffentliche Dokumentation (fĂĽr wichtige strategische Entscheidungen)
- Veröffentlichung als Markdown im GitHub Wiki
- Export als PDF auf Website
- Changelog-Updates
Wichtige Regel: Entscheidungen, die andere betreffen, müssen dokumentiert sein. Das Medium ist zweitrangig, die Transparenz ist primär.
Wir nutzen KEIN Slack. Stattdessen:
Asynchron (bevorzugt):
- GitHub Discussions – für Projektdiskussionen, Ideen, breitere Themen
- GitHub Issues – für konkrete Probleme, Bugs, Features
- Email (Google Workspace/Superhuman) – für wichtige Ankündigungen, externe Kommunikation
- Pull Request Comments – für Code-bezogene Diskussionen
- Google Docs Comments – für Dokumenten-bezogene Diskussionen
Synchron (wenn nötig):
- Google Meet – für Videocalls (aber: async first!)
- Ad-hoc Pairing – nach Absprache
Priorität:
Pull Requests > GitHub Issues/Discussions > Email > Docs > Meetings
Warum keine Chat-Tool (Slack/Discord)?
- Chat ist synchron, unterbricht Deep Work
- Wichtiges geht in Chat-Historie verloren
- Entscheidungen sind schwer nachvollziehbar
- Async-first fördert bessere Dokumentation
Wenn du schnell jemanden erreichen musst: Email. Aber: "Schnell" ist relativ. Async bevorzugen.
2. Wie wir hierher gekommen sind
- Systems Thinking und komplexe Systeme
- Antifragile Organisationen
- Ethik in der Technik
- Menschen in komplexen Systemen
- Kognitionswissenschaft und Human-Computer Interaction
- Praktiken: RFCs, Design Docs, Postmortems, operatives Lernen, Entscheidungsjournal
- Open-Source-Communities (Governance, Reviews, Contribution-Kultur)
- Sicherheits- und Cloud-Pioniere (Zero Trust, Resilienz, Automatisierung)
- Produktteams, die Dokumentation wie ein Produkt behandeln
- Forschung zu kognitiver Last und Produktivität (Microsoft, McKinsey, UC Irvine)
- Dieses Handbuch ist lebendig. Wir committen es. Wir versionieren es. Wir reviewen es.
- Es existiert nicht, um recht zu haben, sondern um besser zu werden.
- Wenn Realität und Handbuch divergieren, gewinnt die Realität – und wir passen das Handbuch an.
- Problem First: Wir beginnen beim echten Problem (kognitive Überlastung), nicht bei Lösungen
- Augmentation über Automation: Technologie verstärkt Menschen, ersetzt sie nicht
- Systeme ĂĽber Tools: Mehr Tools sind selten die Antwort
- Open Process: Öffentlich, nachvollziehbar, Beiträge willkommen
- Outcome über Output: Wirkung schlägt Lieferung
- Verantwortung ist operativ: Sichtbar in Code, Verträgen, Support
3. Wie wir Nutzer:innen gewinnen
- Wir beginnen mit dem Problem, nicht der Lösung
- Wir sprechen ĂĽber kognitive Ăśberlastung, bevor wir ĂĽber unsere Antwort sprechen
- Wir adressieren das fundamentale Design-Problem, nicht Symptome
- Vertrauen ist unsere Währung: Transparenz, Sicherheit, Klarheit in Erwartungen
Das Problem artikulieren:
- 2,6 Stunden/Tag in E-Mails verloren (McKinsey, 2022)
- 23 Minuten Refokussierung nach Unterbrechung (UC Irvine, 2021)
- 47% fühlen sich von Tool-Fragmentierung überwältigt (Asana, 2024)
Warum traditionelle Lösungen scheitern:
- Sie verteilen Last um, reduzieren sie nicht
- Sie perpetuieren Industrieära-Workflows mit moderner Infrastruktur
- Sie erhöhen Komplexität statt sie zu reduzieren
Unsere Inhalte:
- Von Deep-Dives zur Kognitionswissenschaft bis zu Praxisguides
- Kein "Hype as a Service" – wir erklären, wie Dinge funktionieren und wie nicht
- Wir teilen: Benchmarks, Metriken, Trade-offs, Entscheidungen und ihre Kosten (öffentlich dokumentiert)
- Problem-Definition vor Solution-Selling
- Die Website ist die erste Erfahrung mit WeMake – sie muss das Problem verstehen helfen
- Sie ermöglicht Self-Serve: Problem-Verständnis, Lösungs-Kontext, Demos, Docs, Sandboxen
- Sie ist schnell, barrierearm, suchbar, verständlich, aktualisiert
- Sie sagt, was wir tun – und was nicht
- Sie erklärt das "Warum" vor dem "Was"
- Freemium/Trials fĂĽr Problem-Exploration
- Klare Nutzungsmodelle
- Einfache Verträge
- AbkĂĽrzungen statt HĂĽrden: Direktkauf, Pilot, Pay-as-you-go
- Keine versteckten GebĂĽhren
- Preise werden erklärt, nicht verschleiert
4. FĂĽr wen wir entwickeln
Organisationen mit hoher kognitiver Last auf Knowledge Workers, die unter:
- E-Mail-Überlastung und ständigen Unterbrechungen
- Tool-Fragmentierung und Context-Switching
- Langsamer Entscheidungsfindung trotz Datenflut
- Verlust von Deep Work und strategischem Denken
Organisationsmerkmale:
- DACH-Raum mit klarem Anspruch an Qualität, Sicherheit, Ethik
- Bereitschaft, mit KI operativ zu arbeiten (nicht nur zu diskutieren)
- Regulierte Domänen: Gesundheit, Finanz, Industrie, öffentliche Hand, Bildung
Team-Merkmale:
- Klare Pain Points durch kognitive Ăśberlastung
- Datenzugang und operative Bereitschaft
- Sponsor mit Ownership
- Ernstnehmen von Gleichheit, Empowerment, Sinnhaftigkeit
- Die Praktiker:innen, die mit fragmentierten Workflows kämpfen
- Menschen, die in E-Mails und Meetings ertrinken
- Entscheider:innen, die schneller und besser entscheiden mĂĽssen
- Teams, die mehr Zeit für wertschöpfende Arbeit brauchen
- Kolleg:innen, die später onboarden – Dokumentation als Willkommenspaket
Hohes Potenzial bedeutet:
- Klare Pain Points (messbare kognitive Ăśberlastung)
- Datenzugang und technische Bereitschaft
- Operative Bereitschaft (will wirklich arbeiten, nicht nur reden)
- Sponsor mit Ownership und Budget
Wichtig, weil:
- Wir wollen echte Ergebnisse: Reduktion kognitiver Last
- Schnelle Lernzyklen ĂĽber Wirksamkeit
- Wiederholbare Muster fĂĽr Skalierung
Hobbyist:in bedeutet:
- Experimentiert, aber ohne echte Anwendung/Verbindlichkeit
- Kein messbares Problem mit kognitiver Ăśberlastung
- Keine operative Umsetzungsbereitschaft
Wichtig, um:
- Freundlich zu sein, aber fokussiert zu bleiben
- Zeit auf High-Impact-Arbeit zu konzentrieren
- Wir helfen gern, aber priorisieren Wirkung
Weil Umsetzung zählt. Augmentation statt Automation erfordert:
- Verständnis für kognitive Prozesse
- Integration in existierende Workflows
- Sicherheit, Governance, Ethik
- Das KI-Team sorgt für wiederholbare Qualität, nicht bunte Demos
- Marketing ist Teil des Problem-Verständnisses
- Inhalte, Demos, Dokumentation erklären das "Warum"
- Ziel: Verstehen ermöglichen, Hürden senken
- Sales ist Beratung, nicht Druck
5. Wie wir Nutzer:innen glĂĽcklich machen
Wir starten beim Problem:
- Wie viel Zeit geht in fragmentierten Workflows verloren?
- Wie sehr leiden Entscheidungen unter Information Overload?
- Wo geht Deep Work verloren?
Wir messen Wirkung:
- Zeitersparnis durch reduzierte kognitive Last
- Verbesserte Entscheidungsqualität
- Mehr Zeit für wertschöpfende Arbeit
- Zufriedenheit und Produktivität
Unser Prozess:
- Wir bauen klein und lernen schnell
- Proof → Pilot → Produktion
- Wir dokumentieren Learnings – öffentlich, wenn möglich
- Keine Support-Warteschlange mit Skript
- Du sprichst mit den Menschen, die Systeme entworfen haben
- Review/Support-Calls sind kurz, konkret, lösungsorientiert
- Async-first; nachvollziehbar dokumentiert
- Wir sind ehrlich über Trade-offs zwischen Augmentation-Ansätzen
- Nutzer-Feedback informiert System-Design
- Wir fragen: "Reduziert das echte kognitive Last?"
- Wir tracken Nutzung und Wirkung
- Transparenz ĂĽber Tests und Experimente
6. Wie wir Geld verdienen
Unser Ansatz:
- Self-Serve und Low-Touch, wo möglich
- High-Touch nur, wo systemische Integration nötig
- Wir verkaufen zuerst das Problem, dann die Lösung
- Inhalte, Demos, Readiness-Checks senken Akquisekosten
Was wir nicht tun:
- Luftschlösser verkaufen
- Feature-Listen präsentieren ohne Problem-Kontext
- Auf Hype setzen statt auf Verständnis
Grundprinzip: Wenn wir kognitive Last wirklich reduzieren und Effektivität erhöhen, sollte der Wert evident sein.
Unsere Praxis:
- Transparente Modelle, Einstieg ohne Kapitalblocker
- Wir stellen Nutzen vor Margenmaximierung – nachhaltig, nicht naiv
- Wir investieren in Effizienz, um Preise dauerhaft niedrig zu halten
- Total Cost of Ownership: Implementation + Betrieb + Risiken
- Pay-as-you-go mit Kontrolle: Caps, Limits, Alarmierungen
- Nutzende kontrollieren ihre Kosten
- Exportierbarkeit von Daten und Metriken ist Standard
- KĂĽndigen ist so leicht wie Buchen
- Wir optimieren Total Cost of Ownership
- Implementation, laufende Kosten, Risiken
- Wenn Open-Source besser passt und gut genug ist, empfehlen wir es
- Vertrauen verdienen, bevor Umsatz maximieren
- Deals verlieren ist okay: Wir bleiben Prinzipien treu
- Ergebnisse, nicht Features: Wir sagen keine spezifischen Liefergegenstände zu, wir liefern Wirkung
- Develop mit Wiederverwendung: Wenn ĂĽberzeugt, dass es mehr als eine Org nutzen kann
- Testen vor Ändern: Kund:innen müssen Systeme ausprobieren – Lernen schlägt Hypothesen
- PM/CSM nur bei Bedarf: Temporär, leichtgewichtig bei Enterprise-Komplexität
- Non-negotiables: Sicherheit und Ethik
7. Dauerhaft niedrige Preise
Mehrere Lösungen, ein System:
- Probleme kommen selten allein – unsere Lösungen adressieren systemische Überlastung
- Gemeinsame Infrastruktur senkt Kosten
- Integration ist eingebaut, nicht nachträglich
Self-Serve reduziert Sales-Kosten:
- Problem-Dokumentation ist öffentlich
- Demos, Sandboxen, Online-Buchung ermöglichen Selbst-Evaluation
- Sales ist Beratung bei Bedarf, nicht Druck
Ein System, integrierte Daten:
- Zentrale Orchestrierung, einheitliche Identitäten
- Governance über Lösungen hinweg
- Weniger Integration = weniger Kosten
Technisch versierte Zielgruppe:
- Dokumentation ĂĽber Tickets
- How-tos, Playbooks, Architekturen, Entscheidungsleitfäden
- Selbst-Onboarding wo möglich
Open-Source-Nutzung:
- Wir nutzen, was gut ist – und geben zurück
- Open Source als Governance-Modell
- Community-getriebene Qualität
8. Entscheidung über neue Lösungen
Leitfrage: Reduziert das echte kognitive Last? Ist es systemische Verbesserung oder Feature-Bloat?
Kriterien:
- Problem-Fit: Löst es ein echtes Problem oder ein Symptom?
- Systemische Integration: Fügt es sich nahtlos ein oder addiert es Komplexität?
- Augmentation-Qualität: Verstärkt es menschliche Kapazität messbar?
- Wiederverwendbarkeit: Hilft es mehreren Kontexten?
- Sicherheit und Ethik: ErfĂĽllt es unsere Standards?
- Pflegeaufwand: Ist es nachhaltig wartbar?
- Dokumentierbarkeit: Können andere es verstehen und nutzen?
Dokumentationsformate (wähle das passende):
- RFCs (Request for Comments) – als GitHub Issue, Discussion, oder Google Doc
- ADRs (Architecture Decision Records) – im GitHub Wiki oder als Markdown-Docs
- Kleine Experimente mit klaren Hypothesen – dokumentiert wo sinnvoll
- Öffentliche Changelogs – auf Website, im GitHub, als Email-Update
Der Prozess:
- Vorschlag erstellen (GitHub Issue, Discussion, oder Google Doc)
- Diskussion (Comments, Meetings wenn nötig)
- Entscheidung dokumentieren (ADR, Update im Wiki)
- Ă–ffentlich machen (Changelog, je nach Relevanz)
Wir wählen dann neu, wenn:
- Ein Problem nicht sinnvoll in bestehende Systeme integrierbar ist
- Ein neues Fähigkeitsbündel entsteht, das kognitive Last anders adressiert
- Systemische Verbesserung Tool-Addition schlägt
Vermeidung von Produktfriedhöfen:
- Klarer Owner: Wer trägt Verantwortung?
- Klare Metriken: Welche Wirkung erwarten wir?
- Klare Exit-Kriterien: Wann stoppen wir?
- Dokumentation first: Schreibe vor dem Bauen die Doks, die später nötig sind (Install, Runbook, Troubleshooting, Security, Ethics, Metrics)
Die Fragen, die wir stellen:
- Löst es ein fundamentales Problem oder ein Symptom?
- Reduziert es kognitive Last oder verteilt sie um?
- Augmentiert es Menschen oder automatisiert nur?
- Passt es in unsere System-Architektur?
- Können wir es nachhaltig betreiben?
9. Ein breites Unternehmen mit kleinen Teams
- Wir optimieren nicht auf Auslastung, sondern auf Durchsatz und Lerngeschwindigkeit
- Problem verstehen → Hypothese bilden → Testen → Lernen → Iterieren
- Schnelle Lernzyklen ĂĽber perfekte Planung
Dokumentation:
- Learnings werden öffentlich gemacht (GitHub, Docs, Changelog)
- Entscheidungen sind nachvollziehbar dokumentiert
- Jeder kann sehen, warum etwas entschieden wurde
Charakteristik:
- Kleine, autonome Zellen mit End-to-End-Verantwortung
- Teams haben alles, was sie brauchen, oder sie bauen es
- Reduzieren von Abhängigkeiten
- Problem → Lösung → Betrieb → Lernen
Ownership bedeutet:
- Systemverständnis, nicht nur Feature-Delivery
- Verantwortung fĂĽr Wirkung
- Kontext selbst holen, entscheiden, dokumentieren
Prinzip: Führung ist Tätigkeit, kein Rangabzeichen
- Wir fĂĽhren ĂĽber Klarheit und Kontext, nicht Kontrolle
- Entscheidungen werden dort getroffen, wo Kontext ist
- Transparenz ermöglicht Autonomie
- Nenn dich so, wie du wirkst
- Titel spiegeln Impact und Rolle, nicht Wunsch
- Karrierewege sind Pfade des Könnens und der Wirkung
Ansatz:
- Klare, messbare Ziele mit Feedback-Loops
- "Ship small, learn big": Kleine Releases, groĂźe Lerneffekte
- Outcomes ĂĽber Outputs
- Wirkung auf kognitive Last ist zentrale Metrik
10. Wie wir ein erstklassiges Team aufbauen
- Du denkst in Systemen, nicht Tickets
- Du verstehst, dass mehr Tools selten die Antwort sind
- Du kannst fundamentale Probleme von Symptomen unterscheiden
- Du baust Systeme, die Menschen besser machen
- Du siehst, wie Teile zusammenwirken und emergente Eigenschaften erzeugen
- Du verstehst Feedback-Loops und zweite Ordnungseffekte
- Du bevorzugst Integration ĂĽber Isolation
- Du denkst in TCO, nicht nur Implementation
- Du verstehst, dass Technologie Verstärker ist – gut oder gefährlich
- Du denkst ĂĽber ethische Implikationen nach
- Verantwortung ist fĂĽr dich operativ, nicht theoretisch
- Du hinterfragst "Können wir?" mit "Sollten wir?"
- Du kommunizierst klar, freundlich, präzise
- Du arbeitest async und respektierst Fokuszeiten
- Du teilst Kontext proaktiv
- Du dokumentierst Entscheidungen
- Du wartest nicht auf Erlaubnis
- Du holst Kontext und legst los
- Du verantwortest Outcomes, nicht nur Outputs
- "Warum nicht jetzt?" ist deine Frage
- Du willst fundamentale Probleme lösen, nicht Symptome bekämpfen
- Du willst an der vordersten Linie von KI, Org-Design und kognitiver Wissenschaft arbeiten
- Du willst remote, eigenverantwortlich, mit klarem Impact arbeiten
- Du arbeitest gerne async-first und dokumentierst Entscheidungen öffentlich
- Du willst lernen, dokumentieren, teilen – und andere mitziehen
- Du willst Systeme bauen, die Menschen stärken
- Wenn du lieber Features baust als Probleme löst
- Wenn dir Tool-Komplexität lieber ist als systemische Einfachheit
- Wenn dir Transparenz unangenehm ist
- Wenn du lieber synchron in Chat-Tools arbeitest statt async dokumentiert
- Wenn du lieber verwaltet wirst als zu fĂĽhren
- Wenn du Komfort ĂĽber Verantwortung stellst
Team-Philosophie:
- Wenige, starke Menschen schlagen groĂźe, durchschnittliche Teams
- Tiefes Problem-Verständnis über breite Feature-Kenntnis
- Systemdenker:innen ĂĽber Spezialisten
VergĂĽtung:
- Fair, transparent, kompetitiv
- Mit Ownership-Optionen, wenn sinnvoll
- Wir vergüten Wirkung, nicht Präsenz
11. Was wir wertschätzen
- Kontext > Kontrolle: Wir geben Problem-Verständnis, du findest den Weg
- Ownership bedeutet: Problem verstehen, Systemkontext greifen, entscheiden, dokumentieren, iterieren
- Toolwahl: Du entscheidest, welche Tools du nutzt (GitHub, Docs, Email – was für dich funktioniert)
- Wir erwarten: Du triffst Entscheidungen und dokumentierst sie öffentlich nachvollziehbar
- Public by default: Issues, Docs, Changelogs, Wiki, Entscheidungen
- Warum: Öffentlichkeit ist Qualitätsfilter und Lehrmeister
- Ausnahme: Was vertraulich sein muss (Security, Customer-Data, Secrets in 1Password)
- Wie: GitHub Issues/Discussions, Docs exports, Wiki, Website-Updates – wähle das passende Medium
- Warum kein Chat-Tool: Unterbricht Deep Work, Wichtiges geht verloren, schlechte Dokumentation
- Async bevorzugen: Durchdachte Kommunikation, bessere Dokumentation, respektiert Fokuszeiten
- Synchron nur wenn nötig: Google Meet für Pairing, komplexe Diskussionen
- Dokumentiere immer: Auch nach Meetings → Summary in Issue/Doc
- Die Frage: Löst das das fundamentale Problem oder ein Symptom?
- Wir bevorzugen: Systemische Verbesserungen ĂĽber Tool-Addition
- Wir suchen: Integration ĂĽber Isolation
- Emergenz verstehen: Systeme sind mehr als die Summe ihrer Teile
- Heute ist besser als demnächst: Klein anfangen, schnell lernen
- MVP bedeutet: Minimum Viable Problem-Solution-Fit
- Risiken klar benennen: Nicht vermeiden, sondern transparent machen
- Konventionen sind bequem: Fortschritt ist oft unbequem
- Wir suchen: Wo andere nicht hinschauen
- Wir hinterfragen: "Das haben wir immer so gemacht"
- Wir erklären: Was wir anders machen und warum (z.B. kein Chat-Tool)
- Realist:innen mit Blick nach vorne: Komplexe Probleme sind lösbar
- Probleme als Einladung: Zu besserem System-Design
- Menschen können mehr: Als ihre Rollen erlauben
12. Ein erstklassiges Arbeitsumfeld schaffen
Unsere Default-Einstellung:
- Engineers, Researchers, Designer:innen sprechen direkt mit Nutzer:innen
- Problem-Verständnis kann man nicht delegieren
- Weniger Ăśbersetzungsschichten = besseres Verstehen = bessere Systeme
Wann aktivieren wir PM/CSM:
- Leichtgewichtig, temporär
- Wo Enterprise-Kontext, Koordination oder Compliance es erfordern
- Als UnterstĂĽtzung, nicht als Gatekeeper
- Ziel: Mehr geteiltes Verständnis, schnellere Lernschleifen
Wie wir dokumentieren (individuell wählbar):
- Jede Entscheidung: Hat Issue, Doc, oder Wiki-Eintrag
- Problem-Definition: Ist öffentlich (GitHub, Website)
- Lösungsansätze: Sind dokumentiert (PRs, RFCs, ADRs)
- Metriken und Learnings: Sind teilbar (Docs, Changelog)
- Protokolle, Postmortems: Sind Standard (Format ist flexibel)
- Sicherheit und Ethik: Sind mitdokumentiert
Deine Tool-Wahl:
- Manche bevorzugen GitHub Issues → das ist ok
- Manche bevorzugen Google Docs → das ist ok
- Wichtig: Entscheidung ist öffentlich nachvollziehbar
Wen wir einstellen:
- Menschen, die async-first denken und dokumentieren
- Die zwischen Problemen und Symptomen unterscheiden können
- Die Verantwortung wollen und können
- Die Augmentation ĂĽber Automation stellen
- Die öffentliche Transparenz leben
Wie wir prĂĽfen:
- Systemdenken und Problem-Verständnis
- Haltung und Lernfähigkeit
- Praktische Tests: Build something meaningful, small
- Cultural Fit: Werte und Arbeitsweise
Warum wichtig:
- Augmentation erfordert tiefes technisches Verständnis
- Systemische Lösungen brauchen systemisches Denken
- Vielfalt ist unser Verstärker für bessere Lösungen
Wie wir das sichern:
- Sprache, Chancen, Räume bewusst gestalten
- Kompetenz sichtbar machen
- Inclusive by design
Unsere Kultur:
- Async-first fĂĽr Deep Work
- Tiefe Fokuszeiten, keine ständigen Unterbrechungen durch Chat
- Kommunikation ist schriftlich, durchdacht, dokumentiert
- Email/Discussions fĂĽr Koordination; Entscheidungen in Issues/PRs/Docs
- "Maker Schedule" wird respektiert
Konkrete Praktiken:
- GitHub Discussions statt Chat fĂĽr asynchrone Konversationen
- Email (Google Workspace/Superhuman) fĂĽr wichtige AnkĂĽndigungen
- Issues/PRs fĂĽr konkrete Arbeit
- Docs fĂĽr kollaboratives Schreiben
- Meetings nur wenn async nicht funktioniert
13. Nicht das Geld ausgehen lassen
- Runway-Fokus: Wir priorisieren Nachhaltigkeit ĂĽber Wachstum um jeden Preis
- Szenarien-Planung: Wir betreiben Szenarien und FrĂĽhwarnsysteme
- Wirkung pro Euro: Effizienz ist Teil unserer DNA
Grundsatz: Kapital ist Werkzeug fĂĽr Mission, kein Ziel an sich
- Wir nehmen Geld nur zu Bedingungen, die Prinzipien schĂĽtzen
- Mission und Werte sind nicht verhandelbar
- Transparenz gegenüber Team und Community hat Priorität
- Langfristige Nachhaltigkeit ĂĽber schnelles Wachstum
Prioritäten:
- In Infrastruktur, die systemische Lösungen ermöglicht
- In Menschen, die Systeme bauen und Probleme verstehen
- In Inhalte, die Problem-Verständnis schaffen: Docs, Playbooks, Forschung
- In Forschung zu kognitiver Last und Augmentation
- In Sicherheit, Ethik, Qualität
Nicht ausgeben fĂĽr:
- Feature-Bloat ohne Problem-Fit
- Marketing ohne Substanz
- Overhead ohne Wirkung
14. Wohin geht die Reise?
Unsere Vision: Die Zukunft der Arbeit sind nicht mehr Tools, sondern bessere Systeme. Wir bauen die Infrastruktur fĂĽr organisationale Intelligenz.
Was das bedeutet:
- Systeme, die kognitive Last wirklich reduzieren
- Augmentation wird Standard, nicht Ausnahme
- Menschen fokussieren auf Deep Work, Systeme auf Koordination
- German Engineering fĂĽr KI-gestĂĽtzte Org-Transformation
- Wir bauen auf Eigenständigkeit
- Verkauf ist mögliches Ereignis, kein Ziel
- Nur falls es Mission und Menschen stärkt
- Sekundärverkäufe bevorzugt über vollständige Übernahmen
Das Ziel:
- Nicht nur Umsatz: Wiederkehrender Wert und messbare Wirkung
- Metriken: Reduzierte kognitive Last, verbesserte Outcomes, Nutzerzufriedenheit
- Wir veröffentlichen Impact-Kennzahlen (ohne Vertrauliches)
Der Weg:
- Fokus auf High-Impact-Probleme
- Wiederholbare, systemische Lösungen
- Nachhaltige Kundenbindung durch echte Wirkung
Präferenz:
- Mitarbeiter:innen sollen partizipieren können
- Kultur und Mission bleiben erhalten
- Optionen für Stabilität + Wachstum
15. Wie du helfen kannst
- Lies: Dieses Handbuch + Manifesto
- Verstehe: Das fundamentale Problem der kognitiven Ăśberlastung
- Starte klein: Verbessere eine Doku, schreibe einen Test, dokumentiere ein Pattern
- Denke systemisch: Wie fügt sich dein Beitrag ins größere Ganze?
- Wähle deine Tools: Nutze was für dich funktioniert (GitHub, Docs, Email)
Zeig deinen Versuch:
- Was hast du versucht?
- Was hast du beobachtet?
- Was hat nicht funktioniert?
- Welchen Kontext brauchst du noch?
Stelle spezifische Fragen:
- Damit wir gezielt helfen können
- In Issue, Discussion, Email, oder Doc – wo es passt
- Mit relevanten Links versehen
- "Klar + funktionsfähig + dokumentiert" ist unser Sweet Spot
- Perfekt ist oft langsam und fragil
- Fehler sind okay; Verschweigen nicht
- Iteration schlägt Perfektion
Das Scout-Prinzip:
- Hinterlasse alles klarer, einfacher, sicherer
- Refactoring ist Teil der Arbeit
- Dokumentation verbessern ist echter Wert
- Schreibe die Doku, die du dir gewünscht hättest
Dokumentiere wo sinnvoll:
- PRs für Code/Docs-Änderungen
- Issues fĂĽr Probleme
- Wiki fĂĽr Architecture Decisions
- Docs fĂĽr kollaborative Texte
- Frage immer: Löst das das fundamentale Problem?
- Systemische Verbesserung: Ăśber Feature-Addition
- Integration: Ăśber Isolation
- Suche: Das dritte, vierte, fünfte Lösungsmuster
- Kombiniere: Bestehendes neu fĂĽr systemische Effekte
Warum async-first:
- Besseres Denken durch Schreiben
- Nachvollziehbare Historie
- Respektiert Deep Work
- Inklusiver fĂĽr verschiedene Zeitzonen/Arbeitsweisen
Statt schnellem Chat:
- Schreibe ein Issue mit Context
- Erstelle ein Doc mit deinen Gedanken
- Tagge relevante Personen
- Gib Zeit fĂĽr durchdachte Antworten
- Mindestens ein Review: FĂĽr Code, Docs, Entscheidungen
- Review bedeutet: Verantwortung teilen, Qualität sichern
- Systemischer Check: Passt es ins groĂźe Ganze?
Hierarchie der Entscheidungsdokumentation:
- PRs/Issues für Code/Docs-Änderungen und Entscheidungen
- GitHub Discussions fĂĽr Ideen, Diskussionen, RFCs
- Google Docs fĂĽr kollaboratives Schreiben (wenn alle Zugang haben)
- Email fĂĽr AnkĂĽndigungen und wichtige Updates
- Meetings nur, wenn async nicht funktioniert (dann: Summary dokumentieren!)
Wichtiges steht NICHT nur in:
- Privaten Chats
- Nicht-dokumentierten Calls
- Persönlichen Notizen
- Default: Public (Problem-Definitionen, Lösungsansätze, Learnings)
- Begründet: Vertraulichkeit (Security, Customer-Data – nutze 1Password)
- FĂĽr Zukunft schreiben: Kurz, klar, mit Links
- Tool-agnostisch: Hauptsache öffentlich dokumentiert
- Antworte: Hilfreich, freundlich, ehrlich
- Bei Unsicherheit: Sag es und finde es heraus
- Teile Kontext: Problem-Verständnis ist Mehrwert
- Dokumentiere Antworten: In Issues, Docs, FAQ
- Du darfst dieses Handbuch lesen, zitieren, kritisieren
- Wenn etwas fehlt oder falsch ist: Eröffne ein Issue, schreib uns eine Email
- Wir danken dir für Feedback zu Problem und Lösung
Wofür: Email, Kalender, Dokumente, Drive, Meet Wer nutzt es: Jeder im Team hat Zugang Warum: Enterprise-grade, kollaborativ, integriert Alternativen für individuelle Präferenz: Superhuman für Email-Power-User
Wofür: Schnellere, produktivere Email-Nutzung Wer nutzt es: Freiwillig, für die, die Email-Produktivität maximieren wollen Warum: Keyboard-first, extrem schnell, Workflows Alternative: Standard Gmail aus Google Workspace
WofĂĽr: CDN, DDoS-Protection, Performance, Security, Zero-Trust-Access Wer nutzt es: Automatisch fĂĽr alle Services Warum: Best-in-class Performance und Security Team-Relevanz: Ops/Infra
Wofür: Code, Issues, Discussions, Wiki, Actions, Projects, Releases Wer nutzt es: Development, Docs, öffentliche Diskussionen Warum: Industry-standard, öffentlich, transparent, CI/CD integriert Alternative für Nicht-Technical: Nutze Issues als Layperson, oder Google Docs
Wofür: Passwörter, API-Keys, Secrets, Certificates Wer nutzt es: Jeder im Team hat Zugang Warum: Security, Shared Vaults, Compliance Team-Relevanz: Alle
WofĂĽr: Website, Landing Pages, Prototyping, Design Wer nutzt es: Design, Marketing, Product Warum: Modern, schnell, kollaborativ, Engineering-friendly Team-Relevanz: Design, Marketing
Option A (GitHub-User):
- Erstelle GitHub Issue
- Diskussion in Comments
- Entscheidung dokumentieren
- PR erstellen
- Review-Prozess
- Merge und Changelog
Option B (Nicht-GitHub-User):
- Erstelle Google Doc mit RFC
- Teile Link per Email/in relevanten Channels
- Kommentare sammeln
- Entscheidung dokumentieren
- Technical Person erstellt Issue/PR
- Link zu Doc im Issue
- Merge und Changelog
Wichtig: Beide Wege sind valide. Hauptsache transparent dokumentiert.
Option A (Technical):
- GitHub Issue mit Repro-Steps
- Labels setzen
- Diskussion in Comments
Option B (Non-Technical):
- Email an Team mit Beschreibung
- Technical Person erstellt Issue
- Link zur Original-Email im Issue
FĂĽr alle lesbar:
- GitHub Wiki – für ADRs, dauerhafte Entscheidungen
- Changelog (auf Website) – für User-relevante Änderungen
- Google Docs – für kollaborative RFCs (dann Export zu Wiki)
- Email – für wichtige Updates ans Team
Sensible Infos:
- 1Password fĂĽr Secrets, Keys, Credentials
- Private Repos in GitHub (wenn nötig)
- Google Workspace Account erhalten
- 1Password Zugang bekommen (via Admin)
- GitHub Account hinzugefĂĽgt (zu WeMake Org)
- Dieses Handbuch + Manifesto gelesen
- Framer Zugang (bei Bedarf)
- Superhuman Trial starten (optional)
- Erstes Issue kommentiert oder erstellt
- Erstes Doc gelesen und kommentiert
- Team-Members kennengelernt (async!)
- Erste kleine Contribution (Docs, Test, etc.)
- Persönliche Tool-Präferenzen definiert
- Erstes größeres Problem verstanden
- Erste dokumentierte Entscheidung getroffen
- Ersten PR/Change eingereicht (in deinem Format)
- Feedback-Loop etabliert
- Workflow gefunden, der fĂĽr dich funktioniert
Q: Muss ich GitHub nutzen? A: Nein. Aber: Entscheidungen müssen öffentlich dokumentiert sein. GitHub ist eine Option, Google Docs eine andere. Wähle, was für dich passt. Technical Work läuft primär über GitHub.
Q: Wie kommuniziere ich schnell? A: Email (Google Workspace/Superhuman). Aber: "Schnell" ĂĽberdenken. Async bevorzugen.
Q: Wo finde ich Entscheidungen? A: GitHub Wiki, Issues, Discussions, Docs (je nach Kontext). Wir taggen wichtige Entscheidungen.
Q: Kein Chat-Tool? Wirklich? A: Ja, wirklich. Async-first fördert bessere Kommunikation, Dokumentation und Deep Work.
Q: Was wenn ich kein Technical Background habe? A: Google Docs, Email, kommentiere Issues als Layperson. Technical Members helfen beim Ăśbersetzen.
Q: Welche Tools MUSS ich nutzen? A: 1Password fĂĽr Secrets/Credentials. Sonst: Du entscheidest. Google Workspace ist Standard, Superhuman optional.
Q: Wo lerne ich die Tools? A: Docs in GitHub Wiki, interne Guides, Learning by Doing. Frag im Team (async documentation preferred).
Hinweis zu Secrets & Security:
- Nutze 1Password fĂĽr alle Credentials, API-Keys, Secrets
- Shared Vaults fĂĽr Team-Ressourcen
- Persönliche Vaults für individuelles
- NIE Secrets in Code, Issues, Docs – immer über 1Password teilen
Cloudflare fĂĽr Alle:
- Zero-Trust-Access automatisch konfiguriert
- Nutze fĂĽr sichere Service-Zugriffe
- Ops-Team hilft bei Setup
Dieses Handbuch lebt. Ergänze, was fehlt. Korrigiere, was falsch ist. Mach es öffentlich (Issue, PR, Doc – deine Wahl).